Deutsche Polizisten schützen…..

israel

Ein jeglicher Kommentar wohl überflüssig…

Nachtrag: Hier ein Videobeitrag des ZDF von jenen Geschehnissen, bei denen man diese in aller Deutlichkeit und bester Bildqualität „bewundern“ kann (Dank an H.S. für den Hinweis auf diesen Beitrag).

Veranstaltung mit Stephan Grigat

Am 3.12. findet um 20 Uhr in Gießen eine Veranstaltung mit Stephan Grigat zum Thema Iran und dessen Ambitionen der nuklearen Bewaffnung statt; Ort dieser Veranstaltung ist der Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstr. 34).

Ohne Worte…

HU

Remember 9-11 – Remember Ground Zero

Anläßlich des Jahrestages der antisemitisch motivierten Anschläge vom 11. September 2001, sei auf die neue Veröffentlichung des comité liberté aus Gießen hingewiesen: „Remember 9-11 – Remember Ground Zero“

9-11

Der Ruf der Taiga

Russland fühlt sich genötigt der Welt zu zeigen was für ein autokratisches Regime es ist und sagte dem Westen im Allgemeinen und unliebsamen Nachbarstaaten im Besondern den Kampf an. Während die EU darüber berät wie mit Russland weiter zu verfahren sei, demonstriert Putin, dass man wohl auch nicht mehr den aus dem Westen importierten James Bond zu tolerieren bereit ist und legt selbst Hand als Held an – Spiegel online berichtete. Ein Schelm, wem bei der Lektüre das Wort „Inszenierung“ in den Sinn kommen mag.

Israelsolidarität als die (neue) Zärtlichkeit der Völker?

Der folgende Text wurde als ein (Einstiegs-)Referat, zu einer Diskussion innerhalb des comité liberté über die Thematik der „Nasofis“, gehalten.

Israelsolidarität als die (neue) Zärtlichkeit der Völker?

Ein Raunen geht durch die Linke; und auch in der Ex-Linken hört man so manch zaghaftes Husten; Grund dafür: die neuste Sau die derzeit durchs virtuelle Dorf getrieben wird, ihr Name: „Nasofi“; was so viel bedeuten soll wie: „Nationale Sozialisten für Israel“, wer sich nun verwundert an den Kopf greift und meint sich verhört zu haben, der tut daran recht, zu augenscheinlich springt einem die contradictio in adiecto ins Auge, die diese Begrifflichkeit in sich birgt. Auch wenn den folgenden Ausführungen die Spannung dadurch genommen wird, sei das Ende bereits jetzt verraten – auch am Ende wird diese contradictio in adiecto nicht aufgelöst werden können.
Es hat etwas gedauert bis diese Sau durchs virtuelle Dorf getrieben wurde, schließlich stammen die ersten Beiträge des Nasofi-Blogs offensichtlich bereits vom 20. Dezember des letzten Jahres, ein Schelm wer dabei denkt, dass offensichtlich jmd. Weihnachtsferien hatte und aufgrund dessen, dass keine Weihnachtsgeschenke mehr besorgt werden mussten, das Wetter schlecht und die üblichen Saufkameraden zu Weihnachten daheim bei Mutti antanzen mussten, sich aus lauter Langeweile des Rechners und den unendlichen Weiten des Internets zuwandte.
Getrost könnte man seine Zeit mit etwas sinnvollerem wie dem Genuss eines guten Cognacs und dem Rauchen einer Zigarre oder einem guten Buch füllen, anstatt sich in ein Weltbild eines oder mehrerer Verwirrten vom Schlage Manuel Manns zu begeben, der oder die sich mittel eines Blogs und ein paar auf selbigem einzusehenden Aufkleber, der vor dem Bildschirm versammelten Internetgemeinde präsentiert bzw. präsentieren; würde diese contradictio in adiecto nicht selbst einige der eher aufgeklärteren Zeitgenossen in basses Staunen versetzen.
In der bisher kurzweiligen Phase ihrer Existenz haben die Nasofi mehr Verwirrung, Aufregung usw. geschaffen als es die Antideutschen damals geschafft haben, flippte nämlich bei den Antideutschen nur die Linke aus, haben es die Nasofi geschafft dass sowohl die Linke als auch diejenigen aus denen sie entsprungen, d.h. ihre Kameraden oder ehemalige Kameraden, wegen ihnen am Rad drehen.
Antiimps fanden sich endlich in ihren bisherigen Vorwürfen gegenüber ADs nun auch empirisch bestätigt und die Anhänger der Antifa, die nicht bereits beim „Klau“ der Nazis von black bloc und Antifa-Symboliken in schwere Identitätskrisen fielen, sondern stattdessen beherzt zur Israel-Fahne griffen – vielleicht nach der Lektüre von Sören Pünjers und Ralf Schröders Beitrag zum „Hamburger Fahnenstreit“ – als einem Symbol, das ihnen die Nazis nicht klauen können, fanden sich wieder im vertrauten Kreise alter Weggefährten, die gemeinsam in das Wehklagen einstimmten, dass „Die Prinzen“ schon vor Jahren vertonten und dabei gar einen Chartshits landeten, obwohl die linke Welt – zumindest die autonome, die den Zusammenbruch des sog, „Ostblocks“ zwangsläufig besser verkraftete – damals noch weitestgehend in Ordnung war oder sich zumindest öffentlich darin wähnte.
So ist die Linke in weiten Teilen ihres bloggenden Armes sich sicher, dass Israelsolidarität und Nazi sein – im Sinne des Ethnopluralismus – durchaus konform geht; das folgende Referat will den Gegenbeweis antreten.
Vielmehr sieht man in den „Nationalen Sozialisten für Israel“ nur das rechte Spiegelbild der Antideutschen, die man wie „wendy“ als die „Nationale Bolschewisten für Israel“ bezeichnet und „nachdenklich“s Hoffen und Vorschlag ist dann auch, dass: „die Linke wieder mehr auf Vermittlung von Inhalten und eine klassenkämpferische Praxis Wert legt, anstatt auf reine Symbolik und inhaltsleere Rituale.“ – als ob die Nazis nicht gerade eine klassenkämpferische Praxis par excellence an den Tag legten, da man sich bei ihnen noch in Klasse gegen Klasse wähnt(e), dass sich dann in Volk vs. Jude ausagiert(e); während sich der zumindest etwas aufgeklärtere Teil der Linken versucht sich mittlerweile doch Gedanken über Wertgesetz und warenförmige Vergesellschaftung zu machen.

Nicht nur erklären die Nasofi ihre Parteinahme für Israel, sie erklären zugleich ihre Absage an den Antisemitismus.
Gerade die Absage von Nazis an den Antisemitismus ist die auf die höchste Spitze getriebene contradictio in adiecto –selbst das an der Dialektik geschulte Denken muss und wird daran scheitern. Denn letztendlich wird im Moment der Postulierung eines solchen Anspruches die eigene Identität nicht nur in Frage gestellt, sondern aufgelöst und somit eine Postulierung überhaupt unmöglich, den wer soll in diesem Moment dieses Postulat noch aufstellen, wenn im Moment der Postulierung, derjenige der postuliert überhaupt nicht mehr der ist und sein kann der postuliert?
Denn das was deutsch ist richtet sich daran auf und definiert sich ex negativo durch das was der deutsche Antisemit den Juden und Jüdinnen als Zuschreibungen in seinem antisemitischen Wahn verpasst. Die Juden als das „Gegen-Volk“, das negative Prinzip an sich. In dieser Logik bewegte sich auch der (Vor-)Denker der deutschen Nation Johann Gottlieb Fichte, in seiner berühmten „Rede an die deutsche Nation“, in welcher er die Unvereinbarkeit von Deutsch-Sein und Jude betont: „Aber ihnen Bürgerrechte zu geben, dazu sehe ich wenigstens kein Mittel, als das, in einer Nacht ihnen allen die Köpfe abzuschneiden, und andere aufzusetzen, in denen auch nicht eine jüdische Idee sei. Um uns vor ihnen zu schützen, dazu sehe ich wieder kein anderes Mittel, als ihnen ihr gelobtes Land zu erobern, und sie alle dahin zu schicken.“ (auch Fichte ist somit ein „Zionist“, worauf ich später noch eingehen werde).
Konkret wären diese Zuschreibungen für die Juden und Jüdinnen u.a.: wurzellos, kosmopolitisch, parasitär, ehrlos, ängstlich usw.. Daraus ex negativo ableitend für den Deutschen: verwurzelt, national, schaffend und voll (soldatischer) Tapferkeit und Ehre.
Wenn nun die Volksgenossen der Nasofi die Juden als „gesundes und starkes Volk“ sehen, voll soldatischer Tapferkeit, denen Ehre gebührt, was hat das für eine sich rückwirkende Konsequenz für die Erläuterung dessen was deutsch ist?
Und um zu definieren was deutsch ist, braucht es auf Grundlage einer völkisch-nationalen Verfasstheit ein Gegen-Volk. Es braucht – anlehnend an die ISF – auf theoretischer Ebene ein Gegen-Volk, eine Gegen-Rasse und praktisch ein paar Menschen jener zum Totschlagen, um erfahrbar zu machen, wer man ist, um zu erfahren was deutsch ist.
In der Dda schreiben Horkheimer/Adorno: „Die antisemitische Verhaltensweise wird in den Situationen ausgelöst, in denen verblendete Subjektivität beraubte Menschen als Subjekte losgelassen werden.“
Und was sind die Volksgenossen egal ob ANs oder Nasofis anderes als der Subjektivität und der eigenen Mündigkeit (selbst-)beraubte Menschen, Menschen die ihre Subjektivität zugunsten von Kollektivität in Gestalt von Volk und Nation aufgegeben haben und dies auch noch mit stolzgeschwellter Brust kundtun?
Israel dagegen ist bekanntermaßen nun einmal der staatsgewordene Emanzipationsversuch derjenigen die als „Gegen-Volk“ ins Visier ihrer Verfolger gerieten und deren Vernichtung anvisiert bzw. ausgeführt wurde. So war und ist die Bestimmung (und damit Aufgabe) Israels eine negative – nämlich weltweit denjenigen Schutz zu bieten und zu gewährleisten, die ins Visier antisemitischer Verfolgung geraten. So ist die Rede von einem „israelischen Volk“ wie es die Nasofi betreibt nur als Hohn zu verstehen, von denjenigen die sich ihren eigenen Voraussetzungen ihrer Identität nicht mehr bewusst sind oder bewusst sein wollen. Denn wenn die Nasofis postulieren „Nationaler Sozialismus bedeutet die Liebe zum eigenen Volk, und nicht der Hass auf andere Völker.“ wird darin verschwiegen, dass das was als eigenes Volk gilt eben erst aus dem Hass auf diejenigen die als „Gegen-Volk“ imaginiert wurden, entspringt.

Auch das den Postulierungen der Nasofi zugrunde liegende Prinzip des so genannten „Ethnopluralismus“ muss an Israel (und nicht nur an Israel sondern auch bspw. an den USA) und an Juden und Jüdinnen in ihrer Gesamtverfasstheit scheitern. Der Ethnopluralismus ordnet die Welt nach Völkern, Völker als Subkategorien von Rassen – jedem Volk wird sein geographischer Platz zugeschrieben bzw. zugewiesen, mit der Absicht einer dortigen völkisch-homogenen Verfasstheit des Gebietes. Wenn nun in Israel Juden und Jüdinnen leben sowohl mit schwarzer als auch mit weißer Hautfarbe (und die Hautfarbe gilt nun einmal das Ordnungsmerkmal eines Denkens in Rassen), mit osteuropäischen Essgewohnheiten und äthiopischen, zeigt dass das Scheitern jenes Konzeptes nur allzu deutlich (und deswegen sind den „normalen“ Nazis und Ethnopluralisten auch die Vereinigten Staaten von Amerika verhasst, stehen sie doch für die Auflösung ihrer (völkischen) Vorstellung zugunsten von „pursuit of happiness“, bürgerlicher Freiheit, damit verbunden Individualismus und letztendlich dem ihnen so verhassten „american way of life“) .
Israel gilt seit jeher der Linken wie auch der Rechten als „künstliches Gebilde“, dem gegenübergestellt werden die „organisch gewachsenen Nationen und verwurzelten Völker“, seien es einmal die Palästinenser und/oder die Deutschen.
Somit kann Israel nun mal nicht Teil der „Völkergemeinschaft“ sein, wie es die Volksgenossen der Nasofi in ihrem ersten Text einfordern.
Ein Nationalsozialist kann nur insofern und in dieser Weise „Zionist“ sein, wie es seine antisemitischen Waffenbrüder des politischen Islams auch sind, in diesem Falle wie es Nasrallah, Kopf der antisemitischen Mörderbande Hisbollah formulierte: „Wenn sich die Juden alle in Israel versammeln, erspart uns das den Ärger, sie weltweit zu verfolgen.“
Denn schließlich soll für jeden völkischen Antisemiten und der Nationalsozialist ist genuin nun mal einer, von der Ausrottung der Juden das Glück der Welt abhängen, wie Horkheimer und Adorno in den „Elemente des Antisemitismus“, die in der „Dialektik der Aufklärung“ enthalten sind, aufzeigen – und eben der Welt und nicht nur Deutschlands; so kann auch eine Deportation der in Deutschland lebenden Juden nach Israel für die Antisemiten nicht die „Endlösung“ sein, sondern höchstens ein „Etappenziel“ – nur die vollständige Vernichtung der physisch existenten Juden steht im Ansinnen des Antisemiten und selbst dann, wird seine Begier nicht befriedigt sein. Denn so wenig wie die Ghettoisierung der Juden innerhalb deutscher Städte die Gelüste des Antisemiten befriedigte, so wenig wird die Vorstellung von Israel als einem großen jüdischen Ghetto innerhalb der Staatenwelt den Antisemiten zufrieden stellen (ein ganz ähnliches Projekt der Ghettoisierung verfolgte im Übrigen auch Stalin mit der Errichtung eines jüdischen Autonomiegebietes innerhalb der Sowjetunion).

In seinem Artikel „Der neue Vernichtungswahn und seine internationalen Voraussetzungen“ kennzeichnet Gerhard Scheit die Logik des antisemitischen Wahns folgendermaßen: „An den Führer kann nur tätig geglaubt werden – als praktische, täglich vorangetriebene Vernichtung derer, die als totaler Feind gekennzeichnet werden oder mit diesem kooperieren. Der Feind wird nicht erst dadurch total, dass er für immer ein ganz bestimmter, nicht austauschbarer ist: die Feindschaft muss „vorherbestehend“ und „unabänderlich“ sein, egal wie der Feind sich auch verhalten mag: er wird vernichtet. Nur dann ist es möglich, an die Erlösung in der Vernichtung zu glauben, wenn wenigstens dieser eine nicht austauschbar ist und zugleich die totale Austauschbarkeit verkörpert.“ Diese von Scheit aufgezeigte Logik des antisemitischen Wahns entfaltet sich in vollem Maße erst in der kapitalistischen Vergesellschaftung, denn – so fährt Scheit weiter fort: „Bevor das Kapitalverhältnis zum Weltmarkt verallgemeinert war, verkörperten in den frühen Formen dieses Wahns zwar auch schon die Juden das Geld, aber sie galten eben noch nicht als der totale Feind, dessen Imagination das total gewordene Kapitalverhältnis voraussetzt.“
Horkheimer/ Adorno schreiben diesbzgl. in der DdA: „Die Verantwortlichkeit der Zirkulationssphäre für die Ausbeutung ist gesellschaftlich notwendiger Schein.“
Untrennbar mit dem Antikapitalismus der Nazis verbunden ist der Antisemitismus und dieser kommt bekanntermaßen auch ohne die konkrete (Be)Nennung von Juden und Jüdinnen aus; und so spricht die von den Nasofis goutierten – da an zentraler Stelle verlinkten – antikap-Kampagne von der „US-Ostküste“ und jeder weiß was und v.a. wer damit gemeint ist; und die von den Nasofis ebenfalls verlinkten Volksgenossen der „Volksfront Medien“ sprechen in ihren Videos gleich recht offen heraus, wenn sie für den Kapitalismus und die Ausbeutung verantwortlich machen. Man könne sich in guter alter Antifa-Manier noch die weitere Mühe machen, akribisch alle von den Nasofis verlinkten Gruppen/ Texte durchzusehen und auf antisemitische Stereotype, Formulierungen usw. durchzuklopfen; ich erachte diese Mühsal jedoch für nicht weiter notwendig. Eine Absage an Antisemitismus jedenfalls sähe anders aus.

Angesicht der Existenz eines jüdischen Staates hat sich der Antisemitismus heute erweitert bzw. transformiert; und genau diesen Umstand aufgreifend fährt Gerhard Scheit in dem eben bereits erwähnten Artikel fort: „dass dieses Gegen-Volk inzwischen eine andere politische Form angenommen hat und nun als der Jude unter den Staaten verfolgt wird – als Gegen-Staat. Der Vernichtungswahn stellt sich dementsprechend um. Wurden die Juden im Dritten Reich von Angesicht zu Angesicht verfolgt, werden sie nun als Staat namhaft gemacht und mit der Vernichtung bedroht.“ Bzw. und da wäre Gerhard Scheit zu ergänzen der diese Darstellung auf den Iran bezieht, beinahe tagtäglich mit den konkreten Ausführungen des Vernichtungswillen konfrontiert, sei es mittels Raketen auf israelische Städte wahlweise von Hisbollah, Hamas oder anderen Banden des politischen Islams oder eben von selbigen ausgesendeten Selbstmordattentätern, mittels suicide attack.

Wenn wie in den letzten Tagen geschehen, die Volksgenossen der Nasofi einen Anschlag in Berlin verüben oder zumindest goutieren, bei dem weiße Farbe über die so genannten „Stolpersteine“ geschüttet wurden und somit auch noch die Namen der Opfer ausgelöscht werden sollen (und das ganze dann auch noch mit den Verbesserung der deutschen Beziehungen zu Israel legitimiert wird) zeigt sich nur nochmals in aller Deutlichkeit, welch Geistes Kind diese Berliner Volksgenossen denn sind.
Israel ist die staatsgewordene Fortsetzung des Warschauer Ghetto-Aufstandes, der Kampfeswille derer, die diesen Aufstand getragen lebt heute weiter in der IDF, den Streitkräften des Staates Israel; in Israel gerinnt nicht nur der Kampfeswille jener sondern zugleich auch das Andenken an die 6 Millionen der durch die Deutschen ermordeten Juden; das Gedenken an jene ist zentral und konstitutiv für Israel, sie dürfen nicht vergessen werden, ihr Andenken nicht ausgelöscht werden, wenn nun die Nasofis oder deren Kameraden die Namen der ermordeten Juden und Jüdinnen tilgen wollen, greifen sie zugleich eines der zentralen und konstitutiven Elemente des israelischen Staates und damit Israel selbst an.

Doch noch eins gerinnt in Israel neben dem Kampfeswille und dem Gedenken an die Ermordeten – nämlich das „Nie wieder!“.

Edward Gran, im Juni 2008.

Dem iranischen Programm der Vernichtung entgegentreten!

Hingewiesen sei an dieser Stelle auf das (neue) Flugblatt der Gruppe comité liberté zum Iran, dessen atomare Bestrebungen und die Gefahr für Israel; einzusehen ist es hier.

Terminhinweis

Das comité liberté veranstaltet einen Vortrag mit Jan Gerber unter dem Titel: „Rote Armee Fiktion“; wie dem Titel bereits zu entnehmen ist, wird (hauptsächlicher) Gegenstand des Vortrags und der Kritik die RAF sein. Die Veranstaltung findet am 18. Juni um 20 Uhr im Infoladen Gießen (Alter Wetzlarer Weg 44) statt. Nähere Informationen zur Veranstaltung und zum Referenten sind hier zu finden.
Ein von mir verfassten Bericht zur gleichen Veranstaltung in Frankfurt a.M. ist hier zu finden.

Fremde Federn

Zu der Podiumsdiskussion am 10. Mai im Cafe KOZ der Uni Frankfurt a.M. mit dem Thema “Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer” gibt es von verlierer einen Bericht mit dem vielversprechenden Titel: „Von Tofuwurst und Holzspielzeug“.
Das – an diesem Abend gehaltene – Einleitungsreferat, der Gruppe Morgenthau, die auch die Moderation übernahm, ist hier verfügbar.

Veranstaltung mit Ljiljana Radonic zu Psychoanalyse und suicide bombing – Bericht und Zusammenfassung

Am 29. April fand im Cafe Kurzschlusz der FH Frankfurt ein Vortrag mit Ljiljana Radonic aus Wien, mit dem Titel: „Mit Freud – Psychoanalyse im Zeitalter des Suicide Bombings“ statt. Ljiljana Radonic ist (Mit-) Herausgeberin des im Freiburger ca-ira Verlag erschienen Buches „Mit Freud -Gesellschaftskritik und Psychoanalyse“ und ihr Vortrag stellte auch mehr oder weniger eine Buchpräsentation des selbigen da, in deren Verlauf sie auch die Positionen einiger der in diesem Buch vertretenen Autoren bzw. deren Beiträge skizzierte.
Gleich zu Beginn des Vortrags machte Ljiljana Radonic darauf aufmerksam, dass der Titel dieser Veranstaltung heute schon nahezu veraltet ist, wo doch die iranische Bombe bereits am Horizont droht, und der Selbstmordanschlag, damit beinahe zu den veralteten Praktiken zu zählen sei. Jedoch – und diese Frage lies Ljiljana Radonic an diesem Abend bewusst offen – müsste man auch berücksichtigen, inwiefern vielleicht nicht der Iran, als suicide bomber unter den Staaten, als ideeller Gesamt-suicide bomber zu gelten habe.
Bisher beschäftigte sich die Psychoanalyse recht spärlich mit dem Thema des suicide bombings, was u.a. darin liegen könnte, dass es bisher eher zurückhaltende Äußerungen von seitens Psychoanalytikern zu gesellschaftlichen Problemen gab.
Die Frage, die sich unmittelbar im Zusammenhang des oben skizzierten Themenkomplex stellt ist die Frage, ob der von Freud aufgezeigte Todestrieb sich für eine Analyse des suicide bombings eignet; diese Fragestellung sollte später noch einen breiten Raum im Vortrag einnehmen.
Schon Adorno wies in seiner „Minima Moralia“ auf den Doppelcharakter der Freudschen Triebtheorie hin, die Regression der Psychoanalyse wäre somit keine Verfallsform, sondern ihr bereits immanent.
Denn eine Verflachung der Triebtheorie zieht der Psychoanalyse den gesellschaftskritischen Stachel. Solch eine Verflachung führt dann zu Ansichten wie, dass der Kampf gegen den Terror als Spiegelbild des Terrors selbst angesehen wird. Die Psychoanalyse verkommt zur Völkerpsychologie, die von Kulturen, Völkern oder anderen Kollektiven ausgeht und deren „Miteinander“ verstehen, regeln usw. soll; sie erstarrt im psychoanalytischen Jargon.
In der Freudschen Psychoanalyse jedoch, ist die Darstellung der Masse und des Kollektivs der Darstellung des Individuums nachgeordnet, d.h. das Individuum ist dem Kollektiv vorausgesetzt.

Der Todestrieb, den Freud in seinem Werk „Jenseits des Lustprinzips“ entwickelte, ist durchaus ein umstrittenes Element in seiner Theorie und er selbst bezeichnete ihn als den spekulativsten Moment seiner Theorie. Jedoch erlangt er gerade in den Zeiten des suicide attack erneut Geltung – stellt doch der politische Islam (neben dem Nationalsozialismus) die reinste Verkörperung des Todestriebs da, was sich u.a. in der islamistischen Parole: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“ artikuliert.
Radonic referierte im Folgenden weitgehend verschiedene Positionen einer – im Buch dokumentierten – Podiumsdiskussion, welche sich maßgeblich mit dem Todestrieb bei Freud befasste. Dort stellte Gerhard Scheit heraus, dass mit dem Todestrieb Freud nach einem Begriff der Totalität taste (ähnlich dem Begriff es Wertes bei Marx); in seiner Reinform ist der Todestrieb nicht in der Natur vorzufinden.
Freud selbst war – wie in Wien üblich (so Radonic) – weit weg vom dialektischen Denken; die Psychoanalyse neigt zur Ontologisierung.
Darin, den Tod nicht zu fürchten, sieht der islamische Attentäter die Rechtfertigung zur Weltherrschaft; eine Ähnlichkeit mit dem faschistischen Todeskult.
Natascha Wilting stellte dahingehend heraus, dass solange sich die Erziehung und Bildung in der islamischen Welt sich nicht ändere, der Todestrieb über den Eros triumphieren wird.
Der Einwand der sich gegen diese Vorstellung richten müsste, wäre, dass bei Freud der Todestrieb der Sozialisation vorgelagert ist.
In der anschließenden Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern sich die Psychoanalyse auf die Gesellschaft(-skritik) übertragen ließe und zu ihrer Stellung innerhalb der Kritischen Theorie.