„Zions Feinde“ audiovisuell

2008 – Ein Jahr in dem „Zions Feinde“ (bandbreite) einen fulminanten Start auf der Video-Plattform youtube dargeboten haben; Linke, Rechte, Islamisten, alle ließen sich es nicht nehmen sich dort von ihrer besten Seite zu (re)präsentieren. So legte die hessische NPD zur Landtagswahl mit ihrem – mittlerweile berühmten – Wahlwerbespot , in dem man Marcel Wöll als Retter – hoch zu Roß – dreier schwer arbeitender Bergbau-Zwerge bewundern kann, die Latte bereits beträchtlich hoch.
Doch bereits im Februar wurde dieses Machwerk bereits getoppt. Die Hip-Hop-Formation „Die Bandbreite“ veröffentlichte auf youtube einen Track+Video mit dem Titel „Der Antideutsche“, Spott und Häme wären an dieser Stelle unangebracht, gibt es doch im Anschluß das Video in kompletter Länge zum selbstständigen Bestaunen. Manch einem geneigten Leser mag diese Combo nicht ganz unbekannt sein, so brachten sie sich vor einiger Zeit ins (antideutsche) Gespräch, nachdem sie einen Track mit dem Titel „Selbst gemacht“ rausgebracht hatten, in welchem sie ihre antiamerikanische Ressentiments und ihre kruden 9-11-Verschwörungstheorien ausbreiten. Dem nicht Genüge, gab es als Nachschlag auch noch ein „Statement zu Selbst Gemacht“.
Folgerichtig gab es dafür dann auch Lob und Empfehlung von altermedia und u.a. ein Interview in der jungen Welt, durchgeführt von Jürgen Elsässer (Elsässer und Wojna (Rapper von „Die Bandbreite“) kann man sich ein besseres Tag-Team der linken Regression vorstellen? – nur Pirker/ Kurz könnten das wohl noch toppen). Im Folgenden jetzt der neue Gassenhauer der Combo, in welchem sie darlegen, was sie von Antideutschen halten; damit wurde wohl bereits im Februar das Video des Jahres veröffentlicht, es fällt schwer sich vorzustellen, was das noch toppen kann.

Falls das mit der Rap-Karriere nicht klappen sollte, gibt es – aufgrund des „Ausfalls“ von Farfur – jetzt auch einen neuen Job, den Wojna bekleiden könnte (Dank geht an G., der mich auf diese Möglichkeit hinwies), denn „Zions Feinde“ sollten sich ja schließlich nicht nur audiovisuell die Hände reichen, ganz im Sinne des autonomen Schlachtrufes: „Solidarität muss praktisch werden“.

Nachtrag: Es ist schon unglaublich wie Klischees sich immer wieder auf das Neue bestätigen müssen; so konnte man heute (6. Feb.) im Internetkotzkübel der deutschen Linken namens Indymedia, natürlich (und in der zugrundeliegenden Logik auch folgerichtig) einen Beitrag finden, in dem das Video von „Die Bandbreite“ angepriesen und bejubelt wird.


1 Antwort auf “„Zions Feinde“ audiovisuell”


  1. 1 tray.tor 05. Februar 2008 um 18:23 Uhr

    denn du bist aaaaantideeeuuutschaaaa.
    wojna komm du nach oberhausen, da knallts

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.